Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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ein ſehr altes und feſtes Kaſtell ſteht, iſt ſehr volkreich, und wird von Griechen, Armeniern und Tuͤrken be wohnt, welche letztere die Mehrzahl bilden. Ihre Straßen ſind enge, aber ihre Haͤuſer ſchoͤn gebaut, ſo auch ihre Moſcheen. Fuͤr die Chriſten befinden ſich in ihr 12 Kirchen, 2 Moͤnch⸗ und 2 Nonnen⸗Kloͤſter. Eines dieſer Kloͤſter iſt der Sitz eines Erzbiſchofs. Um Torkat wohnen groͤßtentheils Chriſten und Armenier. Die Chriſten ſind meiſtens Handwerker, und beinahe alle Schmiede. Gegen Mitternacht von Torkat breitet ſich eine 3 4 Sagreiſen lange, und 2 3 Meilen breite Ebene aus, welche mit außerordentlich vielen Doͤrfern beſaͤet, und ausnehmend fruchtbar iſt⸗ In dieſer Gegend waͤchſt der meiſte Safran von ganz Aſien; dieſer iſt die beſte Handelswaare nach Indien. Was Torkat beſonders merkwuͤrdig macht, iſt, daß durch daſſelbe alle Karavanen aus Perſien, Diar⸗ bequir, Bagdad, Konſtantinopel, Smyrna, Sonope, und aus andern Orten kommen muͤſſen. Es iſt auch der Ort, wo die Karavanen, die aus Perſien zuruͤckkehren, ſich trennen, und entweder rechts noͤrdlich, den Weg nach Konſtantinopel, oder links weſtlich, den Weg nach Smyrna einſchla⸗ gen. Torkat iſt eine Zollſtation. Fuͤr ein Kameel zahlt man einen Thaler, fuͤr ein Pferd einen halben, wenn es beladen iſt; denn unbepackte Pferde, auf welchen die Herren und ihr Gefolge reiten, zahlen