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XVIII. Guys hatte auch Gelegenheit, alle Ce⸗ remonien eines tuͤrkiſchen Begraͤbniſſes zu ſehen; und es wird vielleicht nicht unangenehm ſeyn, davon eine Beſchreibung zu erhalten, nachdem von der Griechen ihren geredet wurde.
Von einer Altane herab konnte er alles ſehen, was daſelbſt vorging, ohne geſehen zu werden. Die Furcht vor der Peſt erlaubt nicht, ſich unter diejenigen zu miſchen, die eine Leiche begleiten; und wenn man ſich ihnen zu ſehr naͤherte, ſo wuͤrden die eifrigen Mu⸗ ſelmaͤuner nicht geſtatten, daß ein Unglaͤubiger durch ſeine Gegenwart eine fuͤr ſie hoͤchſt heilige Ceremonie verunreinigte. 8
Um 10 Uhr des Morgens arbeitete der Todtengraͤ⸗ ber. Die Sklaven und Weiber des Hauſes ſaßen auf dem Gottesacker; es kamen viele andere Weiber, und alle ſingen alsdann an zu weinen. Nach dieſem Ein⸗ gange umfaßte eine nach der andern eine von den Saͤulen, die man auf den Graͤbern errichtet, und ſchrien: Ogloun, Ogloun, sana Massaphir gueldi. „Mein Kind, mein Kind, hier iſt ein Fremdling, oder ein Gaſt, der dich zu ſehen kommt.“ Bei dieſen Wor⸗ ten kehrten ſie zu den Thraͤnen und Seußzern zuruͤck; aber der Sturm dauerte nicht lange, ſie ſetzten ſich alle, und es ging die Unterredung an.
Zu Mittag erſcholl ein dumpfes Laͤrmen und ein klaͤgliches Geſchrei; es war die ankommende Leiche. Vorher ging ein Tuͤrke, der auf dem Kopfe eine kleine


