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geſetzten Strafen in den noch vorhandenen Epi⸗ taphien.
Dieſe Denkmaͤler blieben daher lange verſchont; aber die Raubgier, Unwiſſenheit und ein falſcher Ei⸗ fer zerſtoͤrten die ſchoͤnſten Werke dieſer Art.
Außer den Steinen, die man auf die Graͤber ſetzt, findet man auch kleine Grabſaͤulen, die, wie vormals, bloß den Namen derjenigen tragen, die daſelbſt begra⸗ ben ſind. Die Tuͤrken haben eben dieſen Gebrauch an⸗ genommen.
Man kann nicht ſeine Blicke auf Graͤber werfen, noch dieſe Erde betrachten, die unaufhoͤrlich ihre Ein⸗ wohner verſchlingt, ohne an ſich ſelbſt zuruͤcke zu denken.
Es iſt auch ſehr billig, bisweilen einige Thraͤnen
dem Andenken unſerer Verwandten und Freunde zu
ſchenken, die nicht mehr ſind. Die Griechen, dieſer Empfindung und alten Gewohnheit getreu, gehen von Zeit zu Zeit auf die Graͤber, und weinen; indeſſen
daß wir dahin gar nicht kommen, wenn uns nicht ein
ungefaͤhrer Zufall dahin fuͤhrt. Iſt es denn ſogar wunderbar, wenn wir uns ſo ſehr von der Natur ent⸗ fernen? Wir fuͤrchten alles, was unſere natuͤrliche Empfindlichkeit rege machen kann.
Das Oſteerfeſt feiern die Griechen mit viel Frende und Gepraͤnge, durch oͤffentliche Feſte und Taͤnze; ei⸗ nen Tag aber begeben ſie ſich haufenweiſe zu den Graͤbern. Hier beweinen ſie ihre Verwandte, ihre


