207
ihn zum Troſte gleichfam wenigſtens im Bilde zu ha⸗ ben. Die Todtenfeier wurde nicht nur in Pecein, ſondern auch in allen andern Reſidenzen gehalten, wo uͤberall auch die Magiſtrats⸗Perſonen Theil nahmen. Der Koͤnig von China erfaͤhrt die Todesnach⸗
richt mit geruͤhrtem Herzen, und ſchenkt einen Be⸗
graͤbnißplatz her, ſammt einem daran ſtoßenden Goͤ⸗ tzen⸗Tempele der in einen chriſtlichen umgewandelt wurde. 1 Der Pfleger der Stadt Pecein ließ dem Ver⸗ ſtorbenen ein herrliches Grabmal errichten mit der Inſchrift: „Dem Matthaͤus Riccei vom großen Oeci⸗ dent, welcher wegen der beruͤhmten Gerechtig⸗ keit hieher gekommen, und treffliche Buͤcher ge⸗ ſchrieben, hat der Hoam Kiem Sci(Name und Zuname des Pflegers) der koͤniglichen Stadt Pecein dieſes Denkmal geſetzt.“* Nach dem Tode Riceis wird Nikolaus Lom⸗ bardo Vorſteher der ganzen chineſiſchen Miſſion.—


