Alex. Valignan die chineſiſche Sprache reden, le⸗ ſen und ſchreiben zu lernen. Er bediente ſich der Huͤlfe eines chineſiſchen Malers, welcher das, was er mit Worten nicht begreiflich machen konnte, durch ſei⸗ nen Pinſel zu verſinnlichen ſuchte. Da die Portugie⸗ ſen auf den Jahrmaͤrkten zu Kanton bei Tags er⸗ ſcheinen durften, ſo fuhr er als deren Seelſorger da⸗ bin, und gewann durch ſein kluges Betragen die Gunſt des Seevogtes oder Admirals(Haithao), wel⸗ chem alle Fremde zu gehorchen haben, und vorzuͤglich durch ſein eifriges Leſen chineſiſcher Buͤcher. Waͤh⸗ rend die Portugieſen noch alle Naͤchte auf ihre Schiffe zuruͤck kehren mußten, durfte er im Palaſte des Ge⸗ ſandten des Koͤnigs von Siam bleiben, wo er auch Gottesdienſt verrichtete. Durch das Geſchenk einer Uhr gewann er noch die Gunſt des Oberſten uͤber das Kriegsvolk, ehe er nach geendigtem Jahrmarkte mit den Portugieſen auf Makao zuruͤck kehrte.
Bald raͤumten ihm letztere ein Haus zum Unter⸗ richte der chineſiſchen Handelsleute in der chriſtlichen Religion ein, deren Zabl ſich ſtets vermehrte. Da Rugger theils deßwegen, theils wegen ſeiner balb⸗ jaͤhrigen Abweſenheit auf dem Markte zu Kanton, nicht mehr allen Wuͤnſchen entſprechen konnte, ſo ſchrieb der Viſitator Valignan aus Japon nach Goa an ſeinen ehemaligen Zoͤgling Matthaͤus icei, er moͤge zu deſſen Unterſtuͤtzung kommen.


