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aller Art zu uͤbertreffen; beſonders in Mode⸗Artikeln und im Luxus der fremden Nationen. Die herrſchende Mode iſt die laͤcherlichſte und ungeeigneteſte in dieſem Laude. Die Gaze⸗Kleider und kuͤnſtlichen Blumen Frankreichs ſind von der Natur nicht zum Schmucke Rußlands beſtimmt. Das Puppenwerk wird hier ſo theuer verkauft, daß die Kaͤufer dabei zu Grunde geben muͤſſen.
Hier gab es öͤffentliche Gebaͤude fuͤr alle ſchoͤne Kuͤnſte und fuͤr alle Wiſſenſchaften. Kuͤnſtler und Di⸗ lettanten vom erſten Range und von Talenten, wel⸗ che in Italien, Frankreich und England kein ſehr gluͤckliches Loos haben wuͤrden, fanden bei der Kai⸗ ſerin ſehr anſtaͤndigen Schutz und freie Wohnung. Ihre Achtung und edle Unterſtuͤtzung talentvoller Men⸗ ſchen hatte bereits viele an ſie gefeſſelt, und wuͤrde in der Folge noch mehrere gewonnen haben; allein ein acht monatlicher Winter und eine grenzenloſe Kaͤlte, wie beide hier herrſchen, koͤnnen auch die lebhafteſte Einbildungskraft erſtarren laſſen. Dichter und Maler, welche in milderen Zonen an gruͤnen und lachenden Wieſen ſich erſchoͤpfen, muͤſſen bei dem Reife der Eis⸗Zone zu Grunde gehen.
Die Kaiſerin und die Fuͤrſtin von Aſhkow wa⸗ ren die einzigen Damen, welche ſich noch ruſſiſch klei⸗ deten. Crayen war ganz erſtaunt, daß die Natio⸗ nen nicht lieber ihre eigenen Trachten behalten, als Fremde nachahmen. Sehr viele Lebensmittel werden


