Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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nun das ganze Gebaͤude mit Kalkwaſſer uͤberſtrichen war, meldeten die Miniſter dem Sultan, daß alles fertig ſey.

Als der Sultan unter der Rechnung meinen Na men nicht fand, fragte er nach der Urſache. Die Mi⸗ niſter, welche mich gerne von Allem entfernt haͤtten, entſchuldigten ſich dadurch, daß ſie keinen beſondern Beſehl dazu erhalten haͤtten. Sie mußten ſich daher die Kraͤnkung gefallen laſſen, daß mir die Unterſu⸗ chung ihrer Werke aufgetragen wurde. Mich ſetzte der Antrag in Verlegenheit, indem ich entweder den Sultan betruͤgen, oder unſchuldige Menſchen ungluͤck⸗ lich machen mußte. Ich fand die beiden Schloͤſſer un⸗ nuͤtz. Unter Weges aber ſchienen uns ein Paar ſehr bequeme Vorgebirge zur Anlegung der Schloͤſſer taug⸗ lich, indem ſie zugleich die vor denſelben liegenden Ankerplaͤtze beſtrichen.

Die Wuth des Sultan uͤber dieſe Nachlaͤſſigkeit ſetzte alle in Schrecken. Er ſchickte mir einen Beutel mit verſchiedenen von Gold durchwirkten Sacktuͤchern; nachdem ich ſie aufgewickelt hatte, fand ich ein Ellen⸗ Maß(Pik). Alle Handwerker von Konſtantino⸗ pel ſtanden jetzt unter mir, und ich konnte ſie mit koͤrperlichen Strafen belegen. Als ich auf dem bezeich⸗ neten Platze anlangte, glaubte der Anfuͤhrer der Bau⸗ leute, daß ich mich nach ihm beſonders richten wuͤrde, und rieth mir ſeinen Maßſtab zum Muſter an. Ich will zuerſt den eurigen pruͤfen, ſagte ich, und indem