Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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Trauer. Es iſt auffallend, daß im ganzen Oriente nur die Tartaren allein dieſen Gebrauch kennen.

Die vielen Beſchwerlichkeiten waͤhrend einer ſo langen Zeit, und die Unwiſſenheit meiner Lage durch den Tod des Khan, machten mich zur Abreiſe nach Konſtantinopel geneigt, um dort die Befehle zu erwarten, welche man mir zu ertheilen fuͤr gut faͤnde. In tartariſcher Kleidung reiſte ich mit einem Sekre⸗ taͤr, einem Wundarzt und Bedienten, und dem Ba⸗ ſchetſchoadar des Khan ab, welcher mir zum Fuͤh⸗ rer mitgegeben war. Wir machten den erſten Tag nur 1s Meilen, und hielten in Beſſarabien auf einem Platze, welcher rund mit Haͤuſern umgeben war. Bei unſerer Ankunft traten die Einwohner vor die Thuͤren ihrer Haͤuſer, und der Inwohner ſchaͤtzte ſich gluͤcklich, deſſen Haus wir waͤhlten. Als ein Greis meine Wahl auf ſich zog, begaben ſich die Ein⸗ wohner ſaͤmmtlich in ihre Haͤuſer. Ich wurde in ein niedriges reinliches Zimmer gefuͤhrt, wo ſeine Frau und Tochter gegen die Sitte der Tuͤrken mit unver⸗ ſchleiertem Geſichte mich empfingen. Die europaͤi⸗ ſchen Meubels, als Stuͤhle, Tiſche und Bett, erreg⸗ ten gleichfalls meine Aufmerkſamkeit.

Am folgenden Tage kamen wir nach Ismael. Dieſe Stadt wird durch die Niederlage des auf der Donau verſchifften Getreides, und noch durch ihre Induſtrie bluͤhend, indem daſelbſt jene Leder⸗Art be⸗ Preitet wird, welche wir unter dem Namen Chagrin