beſinden ſich jetzt keine Schalthiere, und in dem ſuͤd⸗ lichen Theile iſt nur die kleine Gattung befindlich. Ja man findet ſelbſt an den Felſen ein Schalen⸗Ge⸗ haͤuſe, welches ſonſt nur im rothen Meere einheimiſch iſt. In den Thaͤlern dieſes Theiles der Krimm befin⸗ den ſich noch ganze Muſchelbaͤnke, deren Schalen⸗Ge⸗ haͤuſe nur aus einem einzigen Stuͤcke beſtehen, und die von derjenigen Gattung ſind, welche man chine⸗ ſiſche Muͤnze nennt; in einigen Thaͤlern ſind ſie ſo haͤufig, daß ſie alle Pflanzen in ihrem Wachsthume erſticken. Die Schalen⸗Gehaͤuſe ſind mit Stuͤcken von blaͤttrigem Tuff vermiſcht, welcher haͤufig Pflanzen⸗ Abdruͤcke enthaͤlt, und deſſen Grund man in den aus⸗ geſpuͤlten Flußbeeten erblickt. Die Muſchelbaͤnke fand ich in Hinſicht ihrer Hoͤhe der Meeresflaͤche gleich.
Die Luft iſt in der Krimm ſehr rein, der Bo⸗ den außerordentlich fruchtbar, der Feldbau erfordert wenig Arbeit. Unter den wilden Gewaͤchſen zeichnen ſich Spargel, Nuͤſſe und Haſelnuͤſſe durch ihre vor⸗ zͤgliche Groͤße aus. Auch wachſen Blumen in Ueber⸗ fluſſe. Der Weinbau kann wegen ſeiner geringen Pflege in den Thaͤlern nie zur Vollkommenheit ge⸗ langen.
In der Krimm iſt auch eine Gattung wilder Gaͤnſe bemerkenswerth, deren Beine⸗ hoͤher, als ge⸗ woͤhnlich ſind, ſie haben ein ziegelrothes Gefieder.
Auch findet man in keinem Lande Wachteln haͤufiger, als hier. 3


