Beſatzung, unter der Bedingung aber, nach Bagdad durch die Wuͤſte zu ziehen. Ein Theil der Beſatzung, etwa 400 Mog rabinen, nahmen Dienſte in der franzoͤſiſchen Armee. 4.
Dieſe Armee machte nun einen soſtuͤndigen Marſch durch die Wuͤſte. Die Beſchwerden derſelben waren fuͤrchterlich; oft durch ungetreue oder unwiſſende Fuͤh⸗ rer noch irre gefuͤhrt, fanden die Diviſionen nirgends Waſſer genug, um die furchtbaren Qualen des bren⸗ nendſten Durſtes zu lindern, oder ſie mußten Pferde⸗, Kamel⸗ und Eſelfleiſch zu Rathe ziehen, um nicht auch zu verhungern. Oft fand der Obergeneral ganze Halb⸗ brigaden in Verzweiflung, und in Erwartung des To⸗ des gus Durſt und Strapazen. Endlich erblickte man die ſchoͤnen Gebirge Syriens, und die gruͤnen Ebe⸗ nen Gazzas erinnern das Heer an den vaterlaͤndi⸗ ſchen Boden. Bei Gazza zeigten ſich feindliche Trup⸗ pen, welche aber einer Schlacht auswichen, und Na⸗ poleon verlegte ſein Hauptquartier dahin. Man fand zu Gazza, das freuͤndſchaftlich behandelt wurde, vielen Kriegs⸗ und Mund⸗Vorrath, namentlich 1500
fund Pulver und 100,000 Nationen Zwieback ꝛe.—
er Platz und die Umgebung wurden miltitaͤriſch ſo⸗ wohl als eivil organiſirt; auch hier errichtete Napo⸗ leon einen Divan.
Nach zwei Tagen Henoſfener Ruhe, welche das Heer die uͤberſtandenen Muͤhſeligkeiten vergeſſen mach⸗ te, brach dasſelbe gegen Jaffa auf. Es mußte aber⸗ mals eine wuͤſte Gegend duͤrchziehen; denn von Gazza (Gaza) nach Jaffa findet man nur eine unermeß⸗ liche Sand⸗Ebene, auf welcher der Wind eine Menge Huͤgel zuſammen geweht hat. Bei den großen Muͤh⸗ ſeligkeiten des Marſches wurde derſelbe zuweilen durch die Beduinen beunruhiget. Am 3. Marz erſchien Kleber mit der Vorhut vor Jaffa, und bald traf Napoleon mit dem uͤbrigen Heere ein. Es war uͤber Esdodes und Ramlay marſchirt.


