audere raubte ihm die Herrſchaft des Kanals. Kle⸗ ber ſelbſt ſchien durch die Vernichtung der Flotte er⸗ ſchuͤttert. Napoleon blieb ſich gleich. Nichts ver⸗ rieth die Unruhe, in welche dieſer Schlag ihn ver⸗ ſetzen mußte.
Das Schickſal laͤßt ihn den Verſuch des Szepters an dem Ufer des Nils machen. Die Natur ſchien ihn fuͤr einen aſiatiſchen Thron beſtimmt zu haben. Dieſe gezwun⸗ gene und voruͤbergehende Koͤnigs⸗Wuͤrde in Aegypten entwickelte in ihm alle Keime der abſoluten Gewalt, die auf dem Boden Frankreichs noch nicht Wurzel ſchlagen konnte. Im Abendlande konnte Napo⸗
leon zwiſchen Caͤſar, Scipio, Karl dem Gro⸗
ßen, und Karl V. ſchwanken. Im Orient er⸗ blickte er nur Alexander, Seſoſtris, und viel⸗ leicht ſelbſt Nuhamed.
Er will die Rolle eines aufgeklaͤrten Kalifen ſpielen, und in Aegypten die ſpaniſchen Abaſ⸗ ſiden nachahmen. An der Spitze einer unuͤberwind⸗ lichen Armee und eines philoſophiſchen General⸗Sta⸗ bes, will er die europaͤiſchen Kuͤnſte und die Re⸗ ligion des Halbmonds vereinigen.„Wir haben keine Flotte mehr“, ſagte er,„wir muͤſſen alſo in dieſem Lande bleiben, oder es groß, wie die Alten ver⸗ laſſen.“ 3
Siegen, die Beys und Mamelucken verjagen, ſich die verſchiedenen Voͤlkerſchaften unterwerfen, und das Land erobern, war dem Napoleon alſo nicht genug.


