Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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Cſie fuͤhren den Namen Kabir, groß,) beinahe das Leben gekoſtet, wenn mich nicht Ibrahim Kia⸗ ſchef, bei welchem die nubiſchen Karawanen zu Siut den Zoll bezahlen muͤſſen, aus der mir bevorſtehenden Gefahr gerettet haͤtte.

In Siut und Manfelut heſtand der groͤßte Theil der Einwohner aus Kopten, welche meiſtens blaue Leinwand verfertigen Weil ſie allein in dieſem Theile Aegyptens leſen und ſchreiben konnten, ſo waren ſie die Intendanten, Verwalter und Schreiber der Großen. 5

Waͤhrend meines Aufenthaltes zu Siut beſuchte ich oft die Baͤder, welche weder ſo ſchoͤn noch ſo gut, als jene zu Kairo ſind. Nebſt der gewoͤhnlichen Art zu baden, macht bei den Sybariten dieſer Gegenden das Reiben der Fußſohlen mittelſt Bimsſtein ein be⸗ ſonderes Vergnuͤgen aus. Dieſer ſieht ſchwaͤrzlich aus. Man gibt ihm die Form eines Gefaͤßes, welches auf der einen Seite ſcharf geſchnitten iſt, auf der andern aber eine glatte Oberflaͤche hat. Die ſo gearbeiteten Bimsſtein⸗Stuͤcke heißen im Arabiſchen el Hakks.

Die Gefilde um Siut zeichnen ſich durch ihre Fruchtbarkeit und ihren Reichthum aus. Das Getreide

in dieſen Gegenden waͤchſt ſchnell, und wird erſtaunlich zeitig reif; die Baumgaͤrten liefern Fruͤchte aller Art. Durch ihr Fleiſch und ihren kuͤhlenden Saft ſtillen am beſten die Hitze die Paſteken oder Waſſer⸗Melonen, welche man in ganz Ober⸗Aegypten ununterbro⸗