Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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auf der ſuͤd⸗weſtlichen Ecke der Stadt beſinden ſich noch zwoͤlf ausgekehlte doriſche Saͤulen von s Fuß im Durchmeſſer, ruhen auf einem viereckigen Fuß⸗ Geſtelle, und ſcheinen aͤlter als je von Athen zu ſeyn. Gegen Mittag ſieht man 1, gegen Abend 5 Saͤulen. Die jetzige Stadt iſt klein und ſieht einem Dorfe aͤhnlich; deſſen ungeachtet wird Getreid und Oel ausgefuͤhrt. Das Schloß Akro⸗Korinth iſt ſo befeſtigt, daß es einer vier monatlichen Belagerung des ganzen tuͤrkiſchen Heeres trotzen konnte. In dem⸗ ſelben befindet ſich der den Muſen geheiligte Brunnen Pirene, bei welchem der Pegaſus waͤhrend des Trin kens von Bellerophon genommen wurde. Daraus mag ſich erklaͤren, daß die Kehrſeite der korinthiſchen Muͤnzen bald den Pegaſus, bald den auf ihm rei⸗ tenden Bellerophon vorſtellt.

XIII. Vom Meerbuſen Lepanto und Patras.

Der Meerbuſen von Korinth wurde ehemals der Lepantiſche genannt, iſt hoͤchſtens 4 Stunden breit und 100 lang. Die Strecke von Korinth bis zur Feſtung Morea mag 22 Stunden betragen. Auf der noͤrdlichen Seite des Buſens waren die Laͤnder Phocis, Loeris, Ozolaͤ und Aetolien. An⸗ ſilio iſt gegen Oſt der erſte Hafen, liegt dem Vor⸗

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