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aber nicht vollenden konnten. In der Mitte dieſer Erdenge weiter gegen Nord zieht ſich von Oſt her ein Bach, und gegen Suͤd deſſelben iſt das Ufer ſehr hoch und ſteil. Hier ündet man noch Ueberbleibſel der Mauer, welche der griechiſche Kaiſer Emanuel 1413 quer durch den Iſthmus fuͤhrte. Zwar wurde ſie von K. Amurath II. 1424 zerſtoͤrt, aber 1463 von den Venetianern wieder aufgefuͤhrt. Vielleicht erſtreckte ſie ſich bis zum Hafen Cenchrea. Der jetzige Hafen von Korinth am weſtlichen Golf, Le⸗ chaͤum genannt, iſt ſehr weit von der Stadt entfernt. Ehemals wurde dieſe Landſchaft nach ihrer Breite von ſechs griechiſchen Meilen, welche ſehr kurz ſind, Exg⸗ milia genannt, welche Bezeichnung jetzt einem Flek ken gegen Suͤd⸗Oſt zukommt. Auf dem Wege nach Korinth war ein Tempel N eptun's; auch ſoll das Theater und Stadium aus weißen Steinen an dem Wege geweſen ſeyn. Dieſer zog ſich zum Theile uͤber den Berg Oenius, welcher wegen der Tempel von Bacchus, Pluto, Diana und anderen der Tempel⸗Berg genennt wurde. Man hatte auch da⸗ ſelbſt einen Wald von Fichten, mit welchen die Sie⸗ ger in den iſthmiſchen Spielen gekroͤnt wurden, wel⸗ che alle 5 Jahre(Luſtrum) gehalten wurden, und von
Theſeus zur Ehre des Palaͤmon oder Portu⸗
nus eingefuͤhrt waren.


