Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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puziner haben zu Pera Kloͤſter. Die hier befindlichen Geſandten leben hier nach ihrer Landes Sitte praͤchti⸗ ger, als irgendwo, und haben offene Tafeln.

Pera und Galata wurden ehemals mit Bewil⸗ ligung der griechiſchen Kaiſer ſehr zahlreich von Ge⸗ nueſern bewohnt, deren Nachkommen nur noch in Dolmetſchern zu finden ſind. Einer oder zwei dienen der ganzen Nation; die uͤbrigen dienen Kaufleuten. Es gibt auch junge der tuͤrkiſchen Sprache kundige Leute, welche gegen geringe Beſoldung zu dieſem Dienſte bereit ſind. Die Franzoſen unterhalten ge⸗ woͤhnlich 12 Juͤnglinge ihrer Nation in dem Kapuzi⸗ ner⸗Kloſter, dann bei den Kon ſuln fuͤr dieſen Zweck; bei guter Auffuͤhrung werden ſie zu Konſuln befoͤrdert. Die Ruſſen und Teutſchen haben zwar auch einige ih⸗ rer Nation, doch muͤſſen ſie ſich vorzuͤglich der Ein⸗ gebornen fuͤr das geheimnißvolle Amt eines Dolmet⸗ ſchers bedienen. Der Ober⸗Dolmetſcher der Pforte iſt gewoͤhnlich ein Grieche, oft auch ein Prinz aus der Moldau, und hat bei wichtigen Staats⸗Verhandlun⸗ gen großen Einfluß.

Noͤrdlich von Pera liegt Tophana auf einem anderen Huͤgel, welcher die entzuͤckendſte Ausſicht dar⸗ bietet. Auf deſſen Spitze ſteht das oͤffentliche Gebaͤude Galati Seraiz; es iſt rund und hat einen großen Hof. Darin werden die Itcheoglans zu dem Serail des Sultans erzogen; gewoͤhnlich ſind ihrer 400, mei⸗ ſtens arme Waiſen, welche von ihren Verwandten