Kapo zwei Fluͤſſe, wovon einer Aeſop, der andere Deker Chaie heißt. Letzterer lauft durch das Land Adraſtea, erſterer ergießt ſich nach einem Laufe von 70 Meilen in das Meer. Etwas uͤber der Muͤndung Aeſop's war das Grab Memnon's, Sohnes des Tithonus, und der Flecken Memnon.
Am zten ſegelten wir auf die Inſel Aphſia und Kutulli, und am aten nach Marmora. Dieſe liegt gegen Nord, iſt hoch und felſig, 4 Stunden lang und eine breit, hat 6 kleine Staͤdte und 6 Kloͤſter, und wird meiſtens von Chriſten bewohnt. Sie wird jaͤhrlich an einen Woywoden um s Beutel oder 150 Pfund Sterling vergeben; ein Kadi verſieht die Gerichte. Wir ſegelten 3 Stunden ſuͤdwaͤrts nach der ſehr frucht⸗ baren Inſel Alonia von 18 Stunden im umfange. Daſelbſt waͤchſt ein in Konſtantinopel ſehr belieb⸗ ter Wein, weßwegen unter dieſem Namen auch man⸗ cher anderer, beſonders von Cyzikus in der Haupt⸗ ſtadt verkauft wird. Nord⸗weſtwaͤrts dieſer Inſel iſt ein halbzirkelicher Meerbuſen, und demſelben gerade g g nuͤber eine kleine Inſel. Der Hafen, welcher gegen Mitternacht von Marmora und gegen Weſt von der Inſel Aphſia bedeckt wird, iſt vortrefflich und gibt das Bild eines Sees. In den s Flecken wohnen meiſtens Chriſten, welche jaͤhrlich s Beutel zahlen. Der Biſchof wohnt in der Stadt Alonia, wo ich ſehr gut in ſeinem Hauſe aufgenommen wurde.


