Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

38

Mauern, als dieſes Gebaͤude, wurden auf Befehl des jetzigen tuͤrkiſchen Kaiſers gleich nach dem Antritts ſeiner Regierung zerſtoͤrt, und die beſten Steine nach Konſtantinopel für oͤffentliche Gebaͤude gebracht. Dazu ſoll ein Renegat die Veranlaſſung gegeben haben, welcher beſondere Schäte hier vergraben waͤhnte.

Gegen Öſt, nicht weit von den Stadtmauern fließt der Salzſtrom Aiyehſu, auf deſſen weſtlicher Seite viele heiße ſchwefelichte Salzquellen ſind, welche auch Stahl mit ſich zu fuͤhren ſcheinen. Ueber denſel⸗ ben ſind auf der Seite der Huͤgel zwei Baͤder gebaut, und in der Naͤhe ſind Truͤmmer ven Gebaͤuden, als vermeintliche Ueberbleibſel von Lariſſa. In einem der Baͤder ſah ich eine rieſenfoͤrmige Bildſaͤule eines Weibes aus weißem Marmor.

xX. Von Lampfalus und den Inſeln des Propontis.

Lampſakus, zuvor Pityuſa genannt, am aſia⸗ tiſchen Ufer faſt Gallipoli gegenuͤber, wurde dem Themiſtokles gegeben, um ſeinen Wein daher zu erhalten. Epikur pflegte daſelbſt mit Gelehrten ge⸗ raume Zeit Umgang. Etwa eine Meile von der Stadt gegen Nord iſt der ſchoͤne Flecken Schardack, aus welchem viele Melonen und andere Fruͤchte nach Konſtantinopel gebracht werden. Der Berg