Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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halten, das wegen der Bruͤcke des Verxes auf ſeinem Zuge aus Aſien nach Europa beruͤhmt iſt.

Das alte aſiatiſche Kaſtell iſt ein hohes viereckiges Gebaͤude, welches mit einer aͤußeren Mauer und mit Thuͤrmen umgeben iſt; an dem Ufer ſtehen 14 große kupferne Kanonen ohne Lavetten. Dieſe ſind ſtets mit ſteinernen Kugeln geladen, um jedes Schiff in Grund zu bohren, welches ſich nicht zur Unterſuchung naͤhern wollte. Man feuert auch mit Kugeln, wenn ein vor⸗ bei ſegelndes Schiff die Schloͤſſer begruͤßt. Zur Ent⸗ ſchaͤdigung des gegenuͤber liegenden Landes iſt dieſes von der Steuer befreit. Auf der Suͤdſeite liegen s andere Kanonen, wovon 2 ſehr ſchoͤn waren. Eine derſelben iſt 25 Fuß lang mit Lilien geziert; die an⸗ dere 20 Fuß lang, und beſteht aus 2 Stuͤcken. Ihr Kaliber iſt etwa 2 Fuß; zu ihrer Ladung werden im⸗ mer 2 ½ Zentner Pulver erfordert; ſie wirft eine ſtei⸗ nerne Kugel von 44 Zentnern. Die Stadt an der Nordſeite des Kaſtells hat 1200 Haͤuſer und 11/2 Mei⸗ len im Umfange. 850 Haͤuſer ſind von Tuͤrken, 100 von Armeniern, s0 von Iuden und 200 von Griechen bewohnt. Auf beiden Seiten iſt eine große Manufak⸗ tur von baumwollenem Zeuge und Segeltuche; auch wird irdenes Geſchirr, wie zu Delft, verfertigt, und gegen 45,000 Thaler jaͤhrlich ausgefuͤhrt. Ein ſtarker Handel iſt mit Wachs, Oel, Wolle, Baumwolle und Garn, auch mit neu verfertigten Schiffen. Die Stadt liegt auf einer Ebene, welche zwei Meilen gegen Nord