Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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Berges Latmus. Man ſoll daſelbſt nicht allein Woͤlfe, wilde Schweine und Jackhaͤlſe, ſondern auch Tiger und Baͤren finden. Wir machten hier Nacht⸗ quartier bei großem Feuer zum Schrecken der Thiere⸗ Ein bequemer Weg zieht ſich in das Thal von Ka⸗ rien, wo die Stadt Mylaſa ſtand, von den Grie⸗ chen Melaſſo, von den Tuͤrken Milleß genannt. Gegen Weſt dreht ſich dieſes Thal etwas ſuͤdwaͤrts, und wieder gegen Weſt bei Mandaleat, welcher Ort von Scorpionen mehr als irgend einer beunruhigt iſt, und deren boͤsartiger Stich im Sommer Man⸗ chem das Leben koſtet. Weſtwaͤrts von Mandal⸗ cat 5 Meilen iſt der See bei Joran, dem alten Jaſſus.

VI. Von Melaſſo.

Die Ueberbleibſel von Gebaͤuden, Waſſer⸗Leitun⸗ gen, Saͤulen, Thoren und Tempeln laſſen auf den Umfang und die Pracht der alten Stadt Mylaſa ſchlirßen. Die Tempel Jupiters, Auguſts und Roms ſind wichtige Denkmaͤler der Baukunſt geweſen. Die neue Stadt iſt klein und ſchlecht, ungeachtet einer al⸗ ten und neuen Moſchee und einiger guten Herbergen. Sie iſt die Reſidenz eines Sangiak, welcher kein Baſſa iſt, und nur den Titel eines Aga hat. Der in dieſer Gegend gebaute Taback uͤbertrifft jenen der ganzen Tuͤrkei bis auf den laticheiſchen. Die Handels⸗Ge⸗ ſchaͤfte verbreiten ſich vorzuͤglich auf Wachs und Baum⸗