Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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Waſſer des Nils ſeh. i dem Sande verlieren und weſtwaͤrts verbreiten, aͤmme anzulegen.

II. Die Araber haben Aegypten ſeit der Mitte des ſechſten Jahrhunders bis 1250 beſeſſen. Waͤhrend dieſer Zeit machte es einen Beſtandtheil des weiten Reiches der Califen aus. Sie ſchickten Weſſirs dahin, um in ihrem Namen zu gebieten. Bekleidet mit ei⸗ nem unumſchraͤnkten Anſehen, uͤbten dieſe Vizekoͤnige die ho öchſte Macht aus, und beherrſchten das Land nach ihrer Laune. Dieſe Regierungsart war alſo des⸗ potiſch, und Gluͤck und Ungluͤck einer Nation hing von den Tugenden oder der Laſterhaftigkeit eines Ein⸗ zigen ab.

Im J. 982 eroberte Moaz, Koͤnig der weſtlichen Seite Afrika's, ein Abkoͤmmling der fatimiti⸗ ſchen Califen, welche ſeit zwei Jahrhunderten da⸗ ſelbſt ein Koͤnigreich gegruͤnder hatten, durch ſeine Generale Aegypten, und errichtete dort den Sitz ſei⸗ nes Reiches. Seine Nachkommen herrſchten dort bis 11898, wo Salah⸗Eddin die Dynaſtie der Ajoubiten gruͤndete. Im J. 1250 ermordeten die baharitiſchen Mamelucken, urſpruͤngliche Tuͤrken, den letzten Prinzen aus der Familie der Ajoubiten, und den Sohn des Neim Eodin, ihren Wohlthaͤter. In ſeiner Perſon erloſch die Herrſchaft der arabiſchen Fuͤrſten uͤber Aegypten. Von dieſem Augendlicke an ward es immer durch Auswaͤrtige regiert.