514
XXIV. Peluſium, an der oͤſtlichen Spitze des Sees Menzale gelegen, bluͤhte ſchon lange vor Herodot. Waͤhrend der Kriege mit den Roͤmern, Griechen und Arabern ward es oͤfters eingenommen und gepluͤndert. Ungeachtet ſo vieler Ungluͤcksfaͤlle behielt es bis zu den Zeiten der Kreuzzuͤge ſeinen Han⸗ del und ſeine Reichthuͤmer bei. Die chriſtlichen Fuͤr⸗ ſten machten es der Erde gleich. Es erhob ſich nie wieder aus ſeinen Ruinen, und ſeine Einwohner gin⸗ gen nach Damiette uͤber.
Farama, durch die Araber gegruͤndet, ein wenig oͤſtlich von Peluſium, folgte ihm. Dieſe Stadt bielt ſich nicht lange: denn im dreizehnten Jahrhun⸗ dert ward ſie zerſtoͤrt.
Verlaͤßt man den peluſiſchen Arm, um ſich weſt⸗ waͤrts zu wenden, laͤngs der Meereskuͤſte, ſo trifft man die Muͤndung von Janis. Hierauf kommt die Muͤndung von Mendes. Wer die Ruinen dieſer Stadt ſuchen wollte, wuͤrde ſie in einiger Entfernung vom Kanal von Achmoun am Ufer des Sees Man⸗ zale treffen.
Ehe man zum Phatmetiſchen Arm kommt, ſiebt
man waͤhrend des Steigens des Niles einen neuen,
der ungefaͤhr hundert und fuͤnfzig Fuß breit iſt. Eine Meile davon iſt der vorher genannte Arm, heut zu Tage der von Damiette, wo das Delta anfaͤngt. Das Vorgebirg Bourlos, bei welchem ſich der Seben⸗
nitiſche Arm oͤffnet, bildet die eutlegenſte Spitze.


