Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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S 229

Verowiticza, oder Verocza, vor Alters Ve⸗

rucia, iſt ein volkreicher, lebhafter, und luſtig gele⸗ gener Marktflecken in einer angenehmen, fruchtbaren

Gegend.

Dieſer Ort iſt ſehr alt, und war ſchon, wie In⸗ ſchriften darthun, in den Zeiten der Roͤmer bewohnt. Miolzi, Meliani, Billoba, Turnoſicza und Gradacz ſind Pfarrdoͤrfer. Die Doͤrfer Vaska, Szonie und Szlatina ſind 1761 dem Bisthume Agram abgekauft worden.

9) Turanovacz an der Drave ſſit auf allen uͤbrigen Seiten von der Herrſchaft Verovicz um⸗ geben. Moraͤſte und Waͤlder machen den groͤßten Thein dieſer Herrſchaft aus. Die Einwohner legen ſich auf Viehzucht, Fiſcherei und Schifffahrt.

Das große Dorf Turanovacz iſt das beſte in dieſer Herrſchaft, wo auch die 2 griechtſchen Kloͤſter Drenovacz und Orahooicza ſich befinden.

II. Die Boczeganer Geſpannſchaft graͤnzt gegen Oſt und Nord an den Veroviticzer Komi⸗ tat, gegen Weſt an Kroatien, und gegen Suͤd an das Land der Graͤnz⸗Soldaten laͤngs der Save. Eine hohe Gebirgskette bedeckt faſt die ganze Land⸗ ſchaft. Es gibt jedoch auch fruchtbare Thaͤler und flache Ebenen. Heilſame Quellen finden ſich in großer Menge, die Luft iſt geſund und rein. Wegen der Berge verlegen ſich die Einwohner mehr auf Viehzucht,