Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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Eſſek, bei den Roͤmern Murſia, in der mitt⸗ lern Zeit Oſek genannt, die Hauptſtadt der Ge⸗ ſpannſchaft und vormals des ganzen Koͤnigreiches, iſt eine in Moraͤſten liegende Feſtung am rechten Drave⸗ Ufer, ungefaͤhr 3 Meilen oberhalb des Zuſammen⸗ fluſſes der Drave und der Donau. Die Feſtung, am Ende des vorigen Jahrhunderts gehaut, liegt mit ihren 3 Vorſtaͤdten in einer weiten fruchtbaren Ebene, welche hier und da vortrefflichen Korn⸗Boden hat.

Die Stadt ſelbſt iſt klein, zaͤhlt nur 82 Buͤrgers⸗ haͤuſer, einen groͤßeren Raum nehmen dagegen die oͤf⸗ fentlichen Gebaͤude ein. Die meiſten Einwohner ſind teutſche Katholiken und Leibeigene der k. Kammer. Doch gibt es auch Griechen und Armenuier.

In den Vorkaͤdten leben viele Illyrier und Sla⸗ vonier, welche ſich zur griechiſchen Kirche bekennen. Die ganze Zahl der Einwohner betraͤgt 8000.

Die Jahrmaͤrkte, der Seidenbau und der Verkehr mit Teutſchland und Ungarn bringt der Stadt großen Nutzen.

Die Vorſtaͤdte, welche ſich in einem Halbkreiſe um die Stadt zichen, ſind Ober Waros(Waroſch) gegen Nord⸗Weſt mit mehr als 300 Haͤuſern; Un⸗ ter⸗Waros mit mehr als 400 Haͤufern. Die dritte Vorſtadt bilden Meyerhoͤfe, welche in der Mitte zwiſchen erſter, und nur 600 Schritte von der Fe⸗

ſtung liegen. Sie iſt ſehr klein und hat ſchlechte Haͤuſer.