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Erſtes Hauptſtü ck.
I. Die Bewohner der Moldau und anſtoßenden weſtlichen Laͤnder hießen ehemals Seythen, Geten, Da eier, bis der tapfere Roͤmer Nerva Trajan das Land eroberte, und dieſe Provinz in das heutige Un⸗ garn und das Fuͤrſtenthum Wallachei, in Siebenbuͤr⸗ gen, und in den groͤßten Theil der jetzigen Moldau, zwiſchen der Donau und dem Pruth, vertheilte. Die roͤmiſche Herrſchaft wurde durch die Einfaͤlle der Sarmaten Hunnen und Gothen untergraben. Gegen das J. 1250 lernte Dragoſch, Sohn des Koͤnigs Bogdan, die Umgebung des Fluſſes kennen, wel⸗ chen er nach ſeinem Jagdhunde Molda, wie bi⸗ Aus⸗ laͤnder den Bezirk Moldau nannten.
II. Dieſer erſteckt ſich, der Breite nach, vom 44 Grade 44 Min. bis zum 48 Gr. 51 Min.; d. i. von der ſuͤdlichſten Spitze bei Galatſch an der Donau bis zur noͤrdlichſten bei dem Walde Bukowina am Dnieſter auf 100 Stunden. Die Laͤnge iſt zwar unbeſtimmt; doch ſetzen die meiſten Erdbeſchreiber den


