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einen Pallaſt, der an den vier Seiten große, offene Fenſter hat. Die heißere Jahreszeit bringt derſelbe auch auf dem Olymp zu; er ergoͤtzt ſich mit der Jagd, die hier vortrefflich iſt. Weun er nach derſel⸗ ben zieht, iſt er ſehr leicht zu ſehen und zu betrachren; denn er reitet auf einem ſtattlichen, hohen Pferde, und eine Menge Diener begleiten ihn. Sobald er aus dem Schloſſe kommt, empfaͤngt ihn das Volk mit großem Freuden⸗Geſchrei, indem ſich Alles, in der Naͤhe und Ferne, auf die Erde wirft. Die Gaſſen ſind ſchoͤn geziert; an jeder Ecke ſteht ein Janitſchar, und zwei derſelben gehen zur Rechten und zur Linken des Großberrn, an der Vorderſeite des Turbans eine weiße Feder tragend. Dieſe Federn waren ſehr aus⸗ gebreitet und ungefaͤhr eine Klafter hoch, ſo daß ſie dem Großherrn, der zwiſchen denſelben zu Pferde ſitzt, Schatten geben und Kuͤhlung zuwehen. Gleich nach dem Sultan werden viele edle Pferde gefuͤhrt; dann folgen Diener, welche allerlei Geraͤthe tragen, Kiſſen, Falken u. dgl.
Der Großherr ſelbſt ſchien mir eines Alters von 30 Jahren zu ſeyn, hatte einen ſtarken Koͤrperbau und ein hoch gefaͤrbtes, aber ſehr ernſtes Angeſicht. Deſſen ungeachtet ſoll er ſehr leutſelig ſeyn und un⸗ zufrieden, wenn ſich die Leute fuͤrchten.
Zur Zeit meiner Anweſenheit in Lariſſa war auch die Sultanin auweſend, die von ihrem Gemahl unge⸗ mein geliebt wird. Sie iſt auf Candia geboren,
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