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Die Einwohner ſind beinahe alle weiß, ſchoͤn und geſittet. Maͤnner und Weiber ſind praͤchtig gekleidet; die ſchoͤnen Augen der reitzenden Frauen ſchmuͤckt ein Schleier, durch welchen ſie alles ſehen, aber von Nie⸗ mand geſehen werden koͤnnen. Viele Baͤder dienen gemeinſchaftlich fuͤr beide Geſchlechter.
In der Mitte der Stadt gegen den Fluß ſind 7— 8 Straßen, an welchen zu beiden Seiten Kauflaͤ⸗ den und Werkſtaͤtte ſind; Nachts werden ſie durch eine Kette verſperrt. An ihrer Spitze ſteht die Kapelle Pange⸗Ali(hier, traͤumen die Einwohner, ſoll Ali die Spuren ſeiner 5 Finger in der Wand zuruͤck⸗ gelaſſen haben), hier laͤßt ſich der Bolugo Baxi, d. i. das Oberhaupt der Bombardier, nieder und ſorgt, daß den Kaͤufern und Verkaͤufern keine Beleidigungen zugefuͤgt werden; er ſchlichtet entſtan⸗ dene Zwiſtigkeiten, oder ſchickt ſie zu den Kab⸗ dyn, d. i. dem gewoͤhnlichen Richter zuruͤck. Dieſes iſt eine heilſame Einrichtung, weil dadurch die oͤffentliche Sicherheit am beſten erhalten wird.
Die Stadt hat eine gute und geſunde Luft; die Hitze iſt im Sommer ſehr groß; die Kaͤlte im Winter maͤßig. Getreide gibt es im Ueberfluſſe. Ihre Umge⸗ bung bringt Baumwolle und Seide hervor, in der Stadt leben uͤber 4000 Weber. Sie treibt ſtarken Handel mit Perſien, Indien und Syrien; und hat eine Muͤnzſtaͤtte, in welcher goldene, ſilberne und


