Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

238

fremde Laͤnder zur Ehre ſeiner Nation, wobei er ſich aber ſehr wenig bereicherte.

Um etwas zu thun, was ihm Ruhm erwerbe, entſchloß er ſich endlich, nachdem er mehrere Plaͤne bei ſich erwogen hatte, dem Geiſte ſeiner Zeit gemaͤß, zur Ehre der Religion und des Friedens einen Zug gegen die Unglaͤubigen zu unternehmen, welche Expedition gegen die Duͤrken er demnach ausfuͤhrte. Nachdem er drei wohl gebaute Schiffe ausgeruͤſtet, und mit fuͤnf⸗ bundert Soldaten bemannt hatte, ſegelte er im Jahr 1602 zu einem religtoͤſen Kreuzzuge ab. An die itali⸗ ſche Kuͤſte verſchlagen, ging er nach Florenz, und wurde an dortigem Hofe ſehr ehrenvoll aufgenommen. Nachdem er ſich hier eine kurze Zeit aufgehalten hatte, ſchiffte er ſich ein, und richtets ſeinen Lauf wieder nach der Tuͤrkei. Er war noch nicht lange auf der See geweſen, als er einem großen Schiffe begeg⸗ nete, mit welchem er ſich ſogleich in ein Gefecht ein⸗ ließ, und welches ihm nach einem laugen Gefechte zu entern gelang. Allein das Schiffsvolk wehrte ſich noch acht Stunden, ehe ſie ſich uͤbergaben. Da Sir Tho⸗ mas in dieſem Gefechte einhundert Mann einbuͤßte, und die Beute keineswegs einem ſo großen Verluſte angemeſſen war; ſo empoͤrten ſich ſeine Soldaten, und ein Theil fluͤchtete ſich quf einem ſeiner Schiffe. Er ſegelte hierauf nach Leghorn, wo nach einem Auf⸗ enthalte von acht Tagen ein neuer Tumult unter ſei⸗ nem Schiffsvolke ausbrach. Um ſie zu beſchwichtigen,