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deen Genuß zu vieler Fruͤchte, oder durch die Kaͤlte
am Taurus ſich zugezogeuen Ruhr, ſtarb unſer frommer Geſandter Sir Dormer Cotton zu Cas⸗ bin, den 23. Juli 1628. Wir erhielten die Erlaub⸗ niß, ihn auf dem Gottesacker der dortigen armeniſchen Chriſten zu begraben, welche mit ihren Prieſtern dem Begraͤbniſſe beiwohnten. Sein Pferd, welches einen Trauerſattel auf ſich hatte, wurde vor ſeinem Sarge gefuͤhrt, uͤber welchen ein carmoiſinrothes, mit pur⸗ purfarbener Seide gefuͤttertes Leichentuch gedeckt war. Ueber dem Sarge lagen ſeine Bibel, ſein Schwert und ſein Hut. Diejenigen von ſeinem Gefolge, welche abkommen konnten, gingen hinter demſelben und Doktor Gough, ein ehrbuͤrdiger Mann, ſenkte ihn in die Gruft, auf der ich ihm, obgleich ſeine Tugen⸗ den und ſein Andenken niemals ausſterben koͤnnen, ein wuͤrdigeres Denkmal wuͤnſche.
Nach einem monatlichen Aufenthalte zu Casbin, woſelbſt wir unſere beiden Geſandten begruben, ſchickte der Koͤnig einem jeden von uns zwei lange Kleider oder Roͤcke, als eine Gnaden⸗Bezeisung, Nachdem wir Mahomed Aly⸗Bey mehrmals un⸗ ſere Aufwartung gemacht hatten, erhielten wir die Erlaubniß, mit Briefen von Potſchaugh zur Si⸗ cherheit unſerer Reiſe verſehen, abreiſen zu duͤrfen.
(Er uͤbergab uns uͤbrigens einen Brief von dem Koͤnige


