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kunft vernahm, ließ er ihn ſogleich vorfordern, und erzaͤhlte ihm, daß er ſeine Wagen eingeholt habe, von welchen die Ladung des einen mit einem goldenen Teppiche bedeckt geweſen, welche Ladung, wie der Koͤnig ſagte, er haben muͤſſe.
Er fiel hierauf zu den Fuͤßen des Koͤnigs, und bat, ihm eher alles Uebrige zu nehmen, da dieſes ſein ganzer Reichthum ſei. Der Koͤnig gerieth in große Wuth gegen ihn, ließ ihn in Ketten ſchlagen, und begab ſich ſogleich nach jenem Wagen. Hier fand er eine Kiſte, die er aufbrechen ließ, aber nichts darin
fand, als ſeine alten Kleider und ſeine Milcheimer,
die er ehedeſſen zum Verkaufe ſeiner Milch gebraucht hatte. Als der Koͤnig dieſes ſah, fing er an zu wei⸗ nen, weil er ihm ſo ſehr Unrecht gethan hatte. Er fragte ihn hierauf, warum er dieſes ſo wohl verwahrt habe, und er antwortete: Da die Gunſt der Fuͤrſten bisweilen wegen eines geringen Fehlers verloren ge⸗ hen, und ſein Schickſal dereinſt eine ſchlimme Wen⸗ dung nehmen koͤnne, und da ihm viele vom Hofe die erlangte Ehre mißgoͤnnten, und ihn um ſein Gluͤck beneideten, ſo habe er ſie zur Vorſorge aufbewahrt, damit er ſeinen Lebensunterhalt verdienen koͤnne, wenn
einſt eine ſolche Veraͤnderung mit ihm vorgehe. Der
Koͤnig ließ die Milcheimer ſogleich verbrennen, und ernannte ihn zum Herzoge, indem er ihm jaͤhrlich 4000 Tomans an ſeinem Gehalte zuſetzte, welches
8000 Pfund Sterlinge engliſchen Geldes gusmacht,


