Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

137

Morgen ſtand der Koͤnig ſehr fruͤhzeitig auf, und ließ, da er zornig war, den Edelmann, der ihn beleidigt hatte mit Ketten an einen Pfahl binden, und von zehn ſeiner Edelleute ein hundert Quitten nach ihm werfen. Der Koͤnig warf ſelbſt die erſte nach ihm, und als jeder ihn mit einer Quitte geworfen hatte, trat Sir Anton zu dem Koͤnige, und bat, ihm zu verzeihen, und nicht mehr nach ihm werfen zu laſſen. Der Koͤ⸗ nig laͤchelte hierauf und ſagte:Bruder es ſei, wie du verlangſt, und ließ ihn hierauf abbinden, weßwe⸗ gen der Edelmann kam, dem Sir Anton die Hand zu kuͤſſen. Au demſelbigen Abend gingen wir zwoͤlf Meilen weit nach einer ſchoͤnen Stadt, Kaſchan ge⸗ nannt, und vertrieben uns unterwegs die Zeit durch Reiherhetzen und Jagen. Wir langten am Abend in dieſer Stadt an, und wurden von den Buͤrgern koͤ⸗ niglich bewirthet. Der Koͤnig ſchlief in ſeinem eige⸗ nen Palaſte und wir logirten in dem Hauſe eines Edelmanns, wo wir von Seite der Buͤrger mit allen Arten von Leckerbiſſen bewirthet wurden. Gegen zeh Uhr des Nachts wurden wir zu dem Koͤnige in die Piazza ahbgeholt, welche ein großer ſchoͤner Platz in der Mitte der Stadt, gleich unſerm Smithfield iſt; wo wir den Koͤnig und ſeinen Adel von einer großen Menge Fackeln umgeben antrafen, und rings um, an den Seiten der unbeleuchteten Haͤuſer, war der Platz mit Lampen behaͤngt. Der Koͤnig nahm uns uf die Spitze eines Thurmes, und ließ uns von da 20tes B. Perſien. I. 2. 2

2