Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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beginnt, und ſich gegen Oſt bis an den Perſiſchen Meer⸗ buſen ausbreitet, durchwandern. Zuerſt ſtoͤßt man auf ſehr hohe und rauhe Gebirge, welche Kurden bewoh⸗ nen, die eine von ihren Nachbarn verſchiedene Sprache

reden, und ſehr grauſame Raͤuber ſind. Ihre Woh⸗

nungen ſind ſo auf Bergruͤcken und rauhe Abhaͤnge gebaut, daß kaum ein Reiſender ihren Haͤnden entflie⸗ hen kann. Mir ſelbſt begegnete dieſes Ungluͤck: Denn als wir am 4. April 1474 fruͤhe aus der Stadt Che⸗ ran, welche einem Vaſallen des Aſſambeus ge⸗ horcht, gegangen waren, und kaum die Haͤlfte unſe⸗ res Weges zuruͤckgelegt hatten, wurden wir auf einem ſteilen Abhange von den Kurden angefallen. Der Geſandte des Aſſambeus und einige meiner Leute ſielen, ich ſelbſt verwundet, rettete mich mit Muͤhe durch die Flucht. Am dritten Tage betraten wir die Stadt Vaſtan, welche beinahe gaͤnzlich zerſtoͤrt, mit wenigen Einwohnern kaum 300 Haͤuſer hat. 2 Tag⸗ reiſen davon liegt Choy, gleichfalls zerſtoͤrt, mit nur

400 Haͤuſern. Als wir an das Ende des Berges Tau⸗

rus gekommen waren, fuͤhrte mich ein anderer Weg⸗

weiſer in 3 Tagen nach Tauris, dem Sebatana

der Alten, und der Hauptſtadt Medien's. Soltania, eine ehmals beruͤhmte Stadt, ohne

Mauern mit einem Kaſtelle, deſſen Mauern damals

eingefallen waren, iſt ziemlich groß, hat 4 Meilen im Umfange, viele Einwohner, und Ueberfluß an Quellen. Wenn man von Sultania gegen Schiras reiſt,