Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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ſchneidet, nur ein Werk der Kunſt, nicht der Natur iſt. Wir waren um Mittag hier angekommen, und fragten nach einem Gaſthofe. Man antwortete uns, wir muͤßten uns anderswo nach einem Mittagsmahle erkundigen: denn Gaſthoͤfe ſeien in dieſem Lande nicht im Gebrauche. Dieß war ein ſchlechter Gruß fuͤr unſre hungerigen Maͤgen. Die Stadt, in der ohngefaͤhr 4000 Menſchen leben, gewaͤhrt einen ſehr ſchoͤnen An⸗ blick, beſonders die Vorſtadt, welche auf der Inſel Bua liegt.

Unſere Galeeren fanden zu Trau keinen Grund; wir fuhren daher zu Spalatro auf einer Barque dahin, um ein Manuſcript zu ſehen, das die Frag⸗ mente aus dem 15. und 16. Buch des Betronius Arbiter enthielt, welche vor Kurzem gedruckt wur⸗ den, und großes Aufſehen erregten.

6) Spalatro iſt 12 italiſche Meilen von Trau, und ungefaͤhr 400 Meilen von Venedig entfernt. Es iſt nicht groͤßer, als der Ort, von dem wir abge⸗ reiſt waren; aber viel volkreicher, indem es ein Sta⸗ pelplatz der Karawanen aus der Tuͤrkei iſt, welche ihre Guͤter hier abladen, und nach Venedig fuͤhren laſſen. Sein Hafen iſt groß, und hat ſehr guten Grund; iſt jedoch dem Suͤd⸗ und Weſtwinde etwas gusgeſetzt. Unten an dem Hafen der Stadt, nahe an der Stadtmauer, iſt ein ſchoͤnes großes Lazareth, wo alle, welche aus Laͤndern kommen, die durch die Peſt angeſteckt ſind, die Quarantaine aushalten, oder