Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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ches das gemeine Volk fuͤr das Grab eines unbekannten Heiligen haͤlt, und fleißig beſucht. Da es aber kein

einziges chriſtliches Zeichen hatte, welches gewoͤhnlich

Kreuz, Bibel, Alpha und Omega zu ſeyn pflegt, ſo war es nach den Verſen, die auf demſelben eingegra⸗ ben waren, heidniſchen Urſprunges.

Chreſt, eine kleine Stadt, 4 Meilen von Va⸗ lenee, nach Inſchriften in der Mauer der Haupt⸗ kirche ehemals Chriſta, Chriſtum, und nach al⸗ ten geſchriebenen Urkunden Chriſta Arnaudi ge⸗ nannt, liegt am Fuße des Gebirges, welches ſich von Grenoble bis nach Chreſt wie eine Kette fort⸗ ſchlingt. Ueber dem Stadtthore iſt das Wappen des Fuͤrſten von Monaco, welchem der Koͤnig die Ein⸗ kuͤnfte von Chreſt, Valenre, Chabueil, Grane und Montelimar geſchenkt hatte.

Montelimar, nach einer Inſchrift von 1488, Montilium, d. i. die Befreiung von Zoͤllen ge⸗ nannt, war die letzte Stadt, von der ich wieder auf den Weg nach Marſeille gelangte. Von ihr ging ich nach Orange.

Dieſe Stadt hat ſehr merkwuͤrdige Alterthuͤmer, unter denen ein Triumphbogen, welchem an Groͤße und Pracht keiner zu Nom gleich kommt, und der ſelbſt die Triumphboͤgen des Titus, Trajaus und Galienus uͤbertrifft, ganz vorzuͤglich merkwuͤrdig iſt. Die Siegeszeichen auf demſelben werden ein ewiges Denkmal des herrlichen Sieges des Mariur und