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Umgang ſeinen Forſchungsgeiſt nach Alterthuͤmern vor⸗ zuͤglich noch mehr anſpornte. Im J. 1669 wurde er in das Kolleg der Aerzte zu Lyon aufgenommen, wo er durch fortgeſetztes Studiren die Achtung der Ge⸗ lehrten, und durch gluͤckliche Behandlung der ihm an⸗ vertrauten Kranken, mit ſeinem Vater die Liebe der Mithuͤrger theilte. Im Oet. 4674 entdeckte er dem durchreiſenden koͤnigl. Alterthums⸗Forſcher Foy⸗ Vaillant ſein Vorhaben zu einer gleichzeitigen Reiſe nach Italien, wo er dann durch Verbindung mit Eng⸗ laͤndern, auch zur Reiſe nach Griechenland, in die Tuͤrkei und Klein⸗Aſien, ſich entſchloß. Nach ſeiner Ruͤckkehr 1671 ließ er ſich wieder zu Lyon nie⸗ der, widmete ſich ſeinen Studien, und der Ausuͤbung der Arznei⸗Wiſſenſchaft, wurde Mitglied der beruͤhm⸗ ten Recuperatoren zu Padua, und 1682 des koͤnigl. Kollegs der ſchoͤnen Geiſter zu Nimes, waͤhrend ſein Reiſe⸗Bericht in mehren Auflagen durch alle Laͤn⸗ der Europen's ſich verbreitete, und ſeine uͤbrigen Schriften die Bewunderung aller gruͤndlichen Gelehr⸗ ten feſſelten. Deſſen ungeachtet traf 168s auch ihn dis harte Lops, welches in Frankreich allen Prote⸗ ſtanten bereitet wurde, ihr Vaterland zu verlaſſen. Er begab ſich von Lyon nach Vevai am Genfer See, wo er ſchon 25. Dez. d. J. ſtarb, nachdem ſein Pater erſt 24. Febr. 1884 zuvor verblichen war. Iß gleichwohl ſeine irdiſche Huͤlle ſo fruͤhe von ſeinen


