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Den naͤchſten Tag zogen ſie uͤber die Stadt Elnei⸗ tra durch fruchtbare Landſchaft, und kamen den 22. Mai zu Damaſk an, deſſen Lage und Anmuth man uͤber Alles fand, was man bisher Schoͤnes ge⸗ ſehen hatte. Die Stadt mit Gaͤrten umſaͤt, die Haͤu⸗ ſer mit herrlichen Schatten⸗Waldchen oder Gaͤrten umgeben, fand man entzuͤckend, von Tuͤrken, Ju⸗ den und Arabern bewohnt. 4 Ven da ging die Reiſe über das Dorf Minin, in einer Geſellſchaft von Kaufleuten durch fruchtbare Ebenen, uͤber angenehme Hügel, an herrlichen Baͤ⸗ chen durch gruͤne Auen, durch die Stadt Balbeck, einſt Caeſarea Philippi, nach dem Berge Li⸗ banon, deſſen Gipfel zu erſteigen, zwei Stunden erforderlich waren. Am Fuße des Gebirges uͤber⸗ nachteten die Reiſenden in einem arabiſchen Dorfe,
aßen Landeskoſt, Brod und Eyer, und tranken
Wein. Den naächſten Tag zogen ſie ſechs Stunden am Libanon hinab, nach Tripolis Syria, wo ſie wieder mit den fruͤher von ihnen getrennten Rei⸗ ſegenoſſen Baron von Herberſtein und Pa chelbeln, welche einen Abſtecher gemacht hatten, zuſammen trafen..
Von Tripolis ſchifften ſie mit einem Mar⸗ ſeiller Schnellſegler unter ſtuͤrmiſchen Wetter nach der Inſel Candia, wo Schweigger mit den beiden Baronen an das Land ſtieg, und nach einer
frugalen Mahlzeit, mit einem Hirten gehalten, den
von dieſem angedeuteten Weg nach Stia verfolgten. Pachelbel zog zu Schiffe nach Venedig mit fort. In Stia, oder vielmehr vor demſelben, mußten die Reiſenden ſich gefallen laſſen, einige Tage in ei⸗ ner Capelle zu logiren, damit man ſehe, ob ſie die Peſt haͤtten, oder braͤchten, oder nicht. Endlich kamen ſie den 10. Juni zu Candia ſelbſt an, wo


