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fand unſer Reiſender viel Joldanella, Tithy⸗ malus, dann Terebinthen, Aria, Phylica und mehre andere Pflanzen, Stauden und Baͤume. Der dem Berg Athos zunaͤchſt gelegene Buſen iſt der Strimonio, an welchem man einen ganzen Tag reiſte. Von dieſem wendete ſich Belon nach Tri⸗ cala, einſt Trica, wo der Sitz des Sanſabegs oder Statthalters von Macedonien war. Dis Stadt iſt ziemlich anſehnlich, und bedeutenden Wai⸗ zenhandel treibend, welche durch die nicht ſehr ferne, ſchiffbare Muͤndung des Fluſſes Strimon ſehr erleichtert wird. Die Einwohner Tricalas, meiſtens Griechen und Juden, redeten, wie die von Ceres, einſt Cranon(eine Stadt in den Ebenen Thraciens) griechiſch. Die Juden ſprachen auch das Spaniſche oder Teutſche. Die Landleute ſprachen Griechiſch und Serviſch.
Von Cranon wanderte Belon uͤber die Blei⸗ Gruben von Caſtagna nach den Ruinen der Stadt Philippi in zwei Tagen. Dieſe Stadt liegt auf der Koͤnigsſtraße nach Konſtantinopel, nicht fern vom Meere, und iſt nicht zu verwechſeln mit Philip⸗ popolis. Sie liegt in einer Ebene am Fuße eines Berges. In ihrer Umgebung waͤchſt der Cythiſus ſehr haͤufig. Auch werden in ihrer Naͤhe ſehr viele und große Graͤber gefunden, woraus man auf ihre ehe⸗ malige Groͤße und Bedeutenheit ſchlieſſen will. Den
Berg von Philippi umziehend, kam er nach einer


