Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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der Einwohner veranlaßte. Man warf ihnen vor, daß ſie die Wiſſenſchaften veruachlaͤſſigten, dem Weine und Aberglauben ergeben ſeien; deſſen ungeachtet waren große Maͤnner in allen Zweigen aus ihnen gekommen. Durch ein ſehr weiſes Geſetz wurde verboten, ſich der unehelichen, oder von zu armen Aeltern gebornen Kin⸗ der zu entledigen; ſolche mußten vielmehr der Obrig⸗ keit uͤbergeben werden, welche ſie auf allgemeine Staats⸗ koſten erziehen ließ. Wer ſein Vermoͤgen ſo verſchleu⸗ derte, daß er endlich zahlungsunfaͤhig und banque⸗ route wurde, der wurde im Betretungs⸗Falle verhaf⸗ tet, und mit einem Schilde aus Weiden auf den Pran⸗ ger des oͤffentlichen Marktes geſtellt, durch welche Strafe er lebenslaͤnglich ehrlos geworden iſt. Die Braͤute wurden auf Wagen in die Wohnungen ihrer Braͤutigame gefuͤhrt; nachher wurden die Deichſeln zur Belehrung zerbrochen, daß die Braͤute nicht mehr zuruͤckkehren duͤrfen. Uebrigens ſo plump und dumm auch die Boeotier ausſahen, ſo hatten ſie doch viel Geſchmack fuͤr die Tonkunſt und ausgeſuchte Speiſen, und fuͤr ihre Tapferkeit gab Philipp von Mazedonien das ehrenvollſte Zeugniß.

XI. Die Provinz Megara hatte ihre Benen⸗ nung von der Hauptſtadt gleiches Namens, und war in den eren Heten unter der Botmaͤßigkeit der Athe⸗ ner. Unter der Regierung des K. Co drus bemaͤchtigten ſich die Athener dieſer Landſchaft, und bevoͤlkerten ſie mit Doriern. Nach der Meinung Auswaͤrtiger