Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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410 gebietender Miene, und fragte einen Bedienten, was die Franken hier zu ſchaffen haͤtten? Der Bediente antwortete keck: wer ihm erlaubt haͤtte, ſo trotzig nach ihrem Thun und Laſſen zu fragen? Dadurch waren beide in Wortwechſel gerathen, und es waͤhrte nicht lange, ſo zankte ſich die Geſellſchaft mit einan⸗ der. Der Schech ſchrie laut, daß, wenn die Franken ſich nicht gleich entfernten, er fie mit Gewalt fortja⸗ gen wollte. Nach dieſer Drohung trat der Janitſchar dicht vor ihn hin, und meinte, daß der Schech ſich huͤten moͤchte, Haͤnde an dieſe Leute zu legen, weil ſie

mit Flinten und Piſtolen gut verſehen ſeien; auch die

Kunſt trefflich verſtaͤnden, ſie recht und gut zu gebrau⸗ chen. Er ſetzte hinzu, wenn er ſich nicht entferne, koͤnnte es leicht einem Franken einfallen, Feuer auf ihn zu geben, und da wuͤrde er denn ohnfehlbar auf der Stelle erſchoſſen ſeyn. Dieſe ernſtlich vertrauliche Unterredung machte den Schech bedachtſam. In dem Moment ſchoß einer der Reiſenden mit ſeiner Flinte einen Vogel todt, und das ſetzte den Schech ganz in Schrecken und Erſtaunen. Er ſchien ſich inzwiſchen von ſeinem Schrecken bald wieder zu erholen. Er ſagte daher ohne weitere Zuruͤckhaltung, daß, wenn die Franken nicht fortgingen, er hingehen, unſere Barke in Brand ſtecken, und Alles pluͤndern werde. Dieſe neue Drohung konnte der Janitſchar nicht er⸗ tragen; er glaubte, der Schech ſei nicht ſo fuͤrchter⸗ lich und gefaͤhrlich, als er das Anſehen haben wollte,