der Kreuzfahrer in dem Hafen von Chalcedon ein. Am Tage Johannes des Taͤufers waren ſie alle ver⸗ ſammelt, und ſegelten nun mit einander gegen das Vorgebirge des Bosphorus. Raͤchſt der Spitze von Wkropolis ſtiegen ſte gluͤcklich an das Land, und zogen in herrlicher Schlachtordnung, vierzig tauſend Mann ſtark, gegen Konſtantinopel.
Alexius Komnenus hatte alle Anſtalten ver⸗ ſaͤumt, welche ihn aus einer ſolchen Verlegenheit haͤt⸗ ten erretten koͤnnen. Seit er den Thron an ſich ge⸗ riſſen hatte, war er feig, und wohlluͤſtig geworden. Als nun eine ſo furchtbare Macht vor ſeinen Thoren ſtand, da lief ihm ſieberhafter Schauer durch Mark und Gebein.
Konſtantinopel war mit einer ſehr zahlreichen Beſatzung verſehen, und außerordentlich ſtark befe⸗ ſtiget; aber kaum zwanzig bewaffnete Galeeren konnte man aufbringen, und an Kriegsvorrath war auch Mangel. 1
Indeſſen ſchickte der Kaiſer ſeiner beſten Reiter, ohngefaͤhr fechstauſend Mann aus, um hin und her zu ſtreifen, daß die Abendlaͤnder ſich nicht ſo ſehr aus⸗ breiten, noch Futter holen koͤnnten. Vierzig franzoͤ⸗ ſiſche Reiter kamen ihnen entgegen, verjagten dieſe uͤberlegene Mannſchaft, und machten vortreffliche Beute. 1
Der Kaiſer, den ein ſo widerwaͤrtiger Anfang kraͤnkte, hielt es fuͤr das Beſte, Frieden zu begehren.
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