331
eines, begab mich mit zwei Arabern nach den Baͤdern Pharao's, und kehrte noch vor Abend zur Kara⸗. vane zuruͤck. Am zoſten fruͤh Morgens war ein großer Nebel, wie ich in dieſem Lande noch keinen bemerkt habe. Ich kam fruͤh bei dem Moſes⸗Brunnen vorbei, deſſen Waſſer warm war. Wir langten bei der Fahrt zu Suez an; da es ſehr heiß war, ſo ſchlug ich mein Zelt auf; der Scheick von Naba ſetzte ſich in deſſen Schatten, trau Kaffee und rauchte Tabak. Ein Tartar des Baſſa, welcher ſich daſelbſt wegen des Zollhauſes aufhielt, und meinen Dol⸗ metſcher kannte, kam in einem Boot zu uns heruͤber, und fuͤhrte uns auf die andere Seite. Ich ſah mich geztvungen, einige Tage in S ue zu verweilen, und eine Karavane zu erwarten; ich wurde vom Ungezie⸗ fer ſo geplagt, daß ich mich uͤber das Haus auf die Terraſſe zum Schlafen legte, obſchon ein ſtarker Thau ßzel. Allein dabei blieb es nicht; ich ſah mich ſogar geiwungen, des Nachmittags ſehr bald mein Zimmer zu verlaſſen, und mich ebenfalls auf die Terraſſe zu ſetzen um nicht beunruhigt zu werden. Denn ſtatt daß die Wanzen ſonſt erſt bei Nacht ſich melden, fingen ſie hier ſchon bei Tags an, herum zu ziehen. Da ich ſelbſt zu Suez fuͤr mich ſorgen mußte, ſo nahm mich der Kaimakam in ſeinen Schutz, an den ich mich zu wenden Urſache hatte. Bei dem Abzuge der Kara⸗ vane ſchloß ich mich an ihn af; er war ſo artig, mir Kamele zu verſchaffen, und mich zu erſuchen, ich


