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gen Weſt vom Berge Sinai; weßwegen man uͤber Tor einen Tag umgeht. In der Naͤhe iſt ein ver⸗ wuͤſtetes Kaſtel, welches von Arabern bewohnt wird. Die Griechen nennen dieſen Ort Raithoz deſſen Einwohner ſind Araber, und 20 Familien Griechen. Die Moͤnche des Berges Sinai haben hier ein Ho⸗ ſpiz, wohin ſie ſich in jeder großen Verlegenheit be⸗ geben; daſſelbe iſt nur von einem Prieſter beſetzt. Da⸗ ſelbſt befindet ſich eine Seate mahometaniſcher Ara⸗ ber, Namens Seleminites, welche fuür Salomo und Abraham gleich große Achtung hegen. Da ſie die vorzuͤglichſte Moſchee haben, und Salomo’s, wie Mahomed's in ihrem Gebete erwaͤhnen; ſo ſcheinen ſie noch Ureinwohner zu ſeyn, und von Je⸗ thro, dem Schwiegervater Moſes abzuſtammen. Etwa 3 Meilen noͤrdlich von Tor iſt ein Brunnen mit gutem Waſſer; ringsherum gibt es viele Dattel⸗ baͤume und verſchiedene warme Salzquellen, beſon⸗ ders gegen Suͤdoſt, wo die Moͤnche ihre Gaͤrten ha⸗ ben. In der Naͤhe ſind noch mehre Quellen und ei⸗ nige Baͤder, Namens Moſes⸗Baͤder. Das Merl⸗ wuͤrdigſte zu Tor kommt aus dem rothen Meere. Die Schelfiſche ſind von jenen in Meeren gegen Nord verſchieden; es gibt Madreporen(eine Art Korallen), und See⸗Schwaͤmme. Ich begab mich in das Haus, welches dem Kloſter des Berges Sinai gehoͤrte, wo mich der Prieſter bewirthete. Ich hatte ein Empfeh⸗ lungsſchreiben an den Rentmeiſter des Kloſters; in 4


