Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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tete er und die Dienerſchaft des Kaſchifs mich uͤber 3 Meilen nordweſtlich an einen alten Tempel. Da ich an verſchiedenen Stellen der Mauer ein ſitzendes Frauen⸗ zimmer in Stein ausgehauen fand; ſo vermuthete ich, daß dieſer Tempel der Pallas zu Latopolis ge⸗ hoͤrte, wo ſie und der Fiſch Latus verehrt wurden. Der ſchmale Weg an allen Seiten ſcheint wie bei an⸗ deren Tempeln zum Betruͤgen des Volkes gedient zu haben. Innerhalb des Tempels ſind drei Geſchoſſe gut gearbeiteter Hieroglyphen von Menſchen und Thie⸗ ren. Nach den koptiſchen Inſchriften an dem Ge⸗ maͤuer mit großen ſchwarzen Buchſtaben, ſcheint der Tempel zu einer Kirche verwendet geweſen zu ſeyn. Auf der Nordſeite der Stadt Eſne iſt noch ein Tem⸗ pel mit vielen Hieroglyphen; an mehren Stellen auch Krokodillen⸗Koͤpfe. Eine Meile gegen Suͤd von Eſue iſt das Maͤrtyrer od. Helenen⸗Kloſter, welches die h. Helene geſtiftet haben ſoll, nebſt ei⸗ nem Begraͤbniß⸗Platze von wenigſtens einer Meile im Umkreiſe. Manche Graͤber ſind praͤchtig mit 4 Bogen aus Backſteinen, uͤber welche eine Kuppel, wie bei dem h. Grabe geſprengt iſt. Auf einigen ſteht ein Kreuz, auf anderen ein Adler mit kurzen griechiſchen Inſchrif⸗ ten. Das Kloſter iſt ſehr mittelmaͤßig und die Kirche klein; die beiden darin befindlichen Moͤnche duͤrfen nicht heirathen, kher ihre verehelichten Verwandten mit Kindern und Weibern leben auch daſelbſt. Dieſe Kirche iſt die letzte Aegyptens. Ich ſchenkte ihnen ei⸗