Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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erſtreckt; bisweilen wohnt der Scheick guch zu Kus. Wegen unguͤnſtigen Windes blieben wir den 3. Jaͤnner etwoa 3 Meilen von Furshut liegen. Wir ritten auf Eſeln ohne Zuͤgel, und bedienten uns nur einer groben Decke ſtatt des Sattels. Sobald der Oberaufſeher des Kloſters Nachricht von unſerer Ankunft erhalten hatte, kam er uns mit Pferden entgegen, und wir reiſten nach Furshut, einer ſchlechten, uͤbel gebauten, ver⸗ wuͤſteten Stadt von 1 Meile im Umkreiſe. Hier hat ein Groß⸗Scheick ſeinen Sitz, welcher uͤber das ganze Land gegen Weſt, faſt bis Aſſuan zu befehlen hat. Jedoch machen ſich die Bewohner der oberen Theile ziemlich unabhaͤngig von ihm, und er hat Muͤhe, ſeine Ein⸗ kuͤnfte zu erheben. Das allſeitige Land iſt angenehm, die Straſſen ſind mit Akazien⸗Baͤumen beſetzt. Die Miſſionaͤre der Franziſkaner haben hier ein Kloſter und werden fuͤr Aerzte gehalten; in demſelben iſt ein Ge⸗ ſellſchafts⸗Saal, welcher auch im Geheimen die Stelle einer Kapelle vertritt. Ich machte den Sekretaͤr des Scheicks meine Aufwartung; und ſchenkte ihm 5— 6 Pfund Kaffee, wofuͤr er mir ein lebendes Schaf in das Kloſter ſchickte. Er fuͤhrte mich ſpaͤter zum Scheick ſelbſt, welcher in der Ecke ſeines Zimmers, bei einer Kohlpfanne faß; dieſer erhob ſich, als ich kam und wegging; er war nach arabiſcher Art gekleidet. Ich gab ihm drei Briefe, und der Bediente uͤberreichte mein mitgebrachtes Geſchenk von zwei Buͤchſen Prunellen, von zwei Buͤchſen eingemachter Fruͤchte, und von ver⸗