Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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1.12

man in der Stadtmauer die großen Boͤgen, durch welche die Feldherrn einſt ihre Dreiruderer in einen kuͤnſtlich angelegten, jetzt in Gaͤrten verwandelten Hafen zogen. Nicht weit von dem Phanarion ſind zwei ſehr fiſchreiche Orte, Ingenidas und Pirai⸗ kus. Nordwaͤrts befinden ſich die ſchilf⸗ und fiſch⸗ reichen Inſelchen des Euripus, wo es einſt viele Hirſche gab, als die Stadt noch nicht ſo nahe heran⸗ gebaut war. Denn die dieſen Inſeln zunaͤchſt gelege⸗ nen Menſchen ſind jetzt von Mahomedanern be⸗ wohnt und bebaut. Noch noͤrdlicher, am Geſtade des keratiniſchen Buſens ſind Gaͤrten mit den Ruinen der Kapelle des heiligen Kosmas und Damian, des Maͤrtyrers Anthymas, und der Nymphe Pho⸗ tina.

Unfern von den Ruinen des Tempels dieſer Nym⸗ phe Photina ſind die Fluͤſſe Kydaris und Barby⸗ ſas. Der Kydaris kommt von Weſt, der Barbyſas, bei ſeiner Quelle Pektinakorton, bei ſeiner Muͤn⸗ dung Chartarikon genannt, von Nord. Beim Vor⸗ berge Semyſtra gehen beide Fluͤſſe zuſammen in das Meer. Der auf ſeinem Gipfel kaum 30 Schritte breite Semyſtra hat zwei Thaͤler, eines auf der Suͤd⸗, das andere auf der Nordſeite; beide ſind ſehr angenehm; in dem Letztern iſt eine heilige Quelle, Hagiasma genannt. Der Barbyſas fließt tief, und treibt 16 Muͤhlen; er fließt durch ein ebenes Wieſenthal, welches dem Sultan gehoͤrt, und muͤndet, nachdem