Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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gebracht und auf dem ſogenannten Placotus⸗Platze (wegen der großen breiten Steine, mit denen er ge⸗ pflaſtert war, und welche die Griechen △αας nennen) aufgeſtellt worden ſeyn. Ueber dieſer Saͤule habe Konſtantin eine eherne Statue errichtet, die wegen ihrer Kunſt und ihrer ungewoͤhnlichen Groͤße gleich bewunderungswuͤrdig war. Sie war nach altem Style, aber mit ſo vollendeter Kunſt gearbeitet, daß ſie wahrhaftig zu leben ſchien. Man erzaͤhlt, daß ſie das Bildniß des Trojaniſchen Apollo geweſen ſey, welches der große Kaiſer ſeinem Namen geweiht habe. In den Kopf dieſer Statue habe er einige Naͤgel aus dem Kreuze Chriſti einſchlagen laſſen.

Nach Zonaras fiel dieſe Statue Konſtantin's bei einem heftigen Sturmwinde von der Saͤule, und ging in Truͤmmer, und zwar erſt in den Zeiten des Kaiſers Alexius Comenus. Die Saͤule ſelbſt ſteht noch auf dem Gipfel des zweiten Huͤgels, und iſt nicht ſowohl wegen ihres hohen Alters, als durch Brand, Sturmwind und Erdbeben ziemlich verdor⸗ ben. Sie war mit vielen Kreiſen umwunden, welche, wie Gylles meint, nichts anders, als die Lorbeer⸗ Kraͤnze andeuten ſollen, die Apollo beſonders liebte. Trotz deſſen, daß Ko nſtantin ſonſt alle Bildniſſe der Goͤtter zerſtoͤrte, ließ er doch die Statue des Apollo auf obiger Saͤule ſtehen. Er ſcheint uͤberhaupt fuͤr den Apollo eine Art Vorliebe gehabt zu haben, da er auch das Bild des Delphiſchen