Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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Stromes und der Fluth ſo ſehr, daß große Gefahr drohte; denn die Wellen rißen die ausgeworfenen Anker fort. Zwar hatte die See, bei der Fahrt durch den Schlangenrachen in den Buſen, nicht weniger als hier getobet; alleim damals war der Wind guͤnſtig, hier aber legte ſich der Wind ploͤtzlich, und man wußte kein Mittel, vorwaͤrts oder ruͤckwaͤrts zu kommen. Der Admiral, von der großen Gefahr uͤberzeugt, wuͤnſchte ſich die Beguͤnſtigung des Himmels, dieſem Schlunde eines Drachen zu entkommen, welche Benennung ſich erhielt. Endlich verlor die Fluth ihre Gewalt, und der Strom des ſuͤßen Flußwaſſers trieb die drei Schiffe auf die hohe See.

Von dem zuerſt entdeckten Lande der Dreifal⸗ tigkeit bis an den Meerbuſen, welcher Perlen⸗ Bucht genannt wurde, zaͤhlte der Admiral 30 See⸗ meilen. Er folgte dem Lande, welches er fuͤr die Ju⸗ ſel Gratia hielt, und umſegelte den Buſen auf der Nord⸗ und Suͤdſeite, um ſich zu uͤberzeugen, ob die Meinung ſeiner Steuermaͤnner, daß die große Menge Waſſer aus mehren Fluͤſſen ſich vereinige, gegruͤndet ſei. Denn er glaubte, weder fuͤhre irgend ein Fluß der Welt ſo viel Waſſer mit ſich, noch koͤnnten die kleinen von ihm geſehenen Landſchaften ſo viel Waſ⸗ ſer liefern, wenn dieſe nicht zum feſten Lande gehoͤr⸗ ten. Er fand viele vortreffliche Seehaͤfen an der Kuͤſte, anch viele Vorgebirge, welche er alle bezeichnete, z. B. Cabo de Conchas(das Vorgebirge der Muſcheln),