Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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Auf dieſem Wege trafen die Spanier eine ſehr ſchoͤne Indierin, welche die Gemahlin eines der Vor⸗ nehmſten, und die Muhme von Mayobaner war. Ihr Mann, welcher ſich ebenfalls in das Gebirge ge⸗ fluͤchtet hatte, wurde uͤber ihre Entfuͤhrung ſoraſend, daß er dem Generale ſogleich nacheilte, und mit Thraͤnen im Auge um die Ruͤckgabe ſeiner Frau bat, fuͤr welche er ſein Leben zu opfern bereit ſei. Der General wurde durch die unerwartete Empfindſamkeit des Indiers ſo geruͤhrt, daß er ihm ſeine Gemahlin ohne Loͤſegeld ſogleich zuruͤck geben ließ; doch dieſes wurde bald reichlich erſetzt. Der gutmuͤthige Indier kam naͤmlich mit einigen 400 ſeiner Untergebenen bald wieder, deren jeder einen im Feuer gehaͤrteten Pfahl (Caos) trug, womit ſie die Erde umgruben. Er bat um die Anweiſung eines Stuͤck Landes, welches ſie ſogleich umgruben, worauf der General dann Ge⸗ treide ſaͤen ließ. Dieſes Beiſpiel ermunterte die Un⸗ tergebenen von Mayobaner fuͤr deſſen Freiheit ein Gleiches zu verſuchen. Sie erſchienen zahlreich, mit vielen Geſchenken, und verſprachen, der Krone Spa⸗ niens zu gehorchen. Allein der General fand die Schaͤrfe noͤthig, um die uͤbrigen Kaziken im Zaume zu halten; er gab alſo den Ciguayos alle Fami⸗ lienglieder des Kaziken zuruͤck, ihn ſelbſt aber behielt er. Dieſe ſcheinbare Haͤrte reitzte ſie ſo ſehr, daß ſie

den Kaziken Guarinoer, als die Quelle ih⸗ res Ungluͤcks, den Spaniern uͤbergaben. Letzterer