Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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mingo. Da der General die ruͤhmlichen Eigenſchaf⸗ ten dieſes Kriegers, und deſſen Ergebenheit fuͤr ſeinen Bruder ſchon kannte, ſo begab er ſich unverzuͤglich zu ihm. Deſſen ungeachtet war Roldan ſo verwegen, gleichfalls gegen San⸗Domingo vorzuruͤcken, in der Hoffuung, die eben angekommene Mannſchaft der Schiffe fuͤr ſich zu gewinnen. Als er ſich von der fruͤ⸗ heren Ankunft des Generales uͤberzeugte, und von den Einwohnern nicht unterſtuͤtzt wurde, ſo lagerte er ſich einige Meilen von der Stadt. Der General aber machte die neuen Beſtaͤtigungs⸗Urkunden der beiden Majeſtaͤten in ſeinem Amte bekannt, woraus zugleich die hohe koͤnigl. Gunſt ſeines Bruders erhellte, wel⸗ cher mit ſechs Schiffen bald wieder kommen wuͤrde. Da er die Herſtellung der Ruhe vor deſſen Ankunft wuͤnſchte, ſo ſchickte er den Oberſtwachtmeiſter Ko⸗ ronel ſelbſt an Roldan, daß er ihn unter voller Vergebung ſeiner Vergehen zum Gehorſam ermahnte. Bei der Annaͤherung wollten die Aufruͤhrer ihn er⸗ ſchießen, ſchimpften ihn Boͤſewicht, und machten ihm Vortwuͤrfe, daß er zur gluͤcklichen Ausfuͤhrung ihrer Plaͤne acht Tage zu fruͤh gekommen ſei. Koronel ließ ſich dadurch nicht abſchrecken, den Anfuͤhrer Rol⸗ dan auf die große Verantwortlichkeit aufmerkſam zu machen, welcher er ſich durch ſeine Empoͤrung ſchul⸗ dig machte. Fuͤr dieſe ſchonenden Aeußerungen ern⸗ kete er von der ganzen Rotte nichts als ott und Verachtung ein. Nach einigen Tagen verbreitete ſich