Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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ſchoͤne Inſel hieß er St. Chriſtoph, und die vielen kleinen die 11,000 Jungfrauen, und die groͤßte derſel⸗ ben St. Urſula. Er legte in einer Bay Anker, auf deren Weſtſeite er die Inſel St. Johann bezeichnete, welche ſpaͤter Porto Rices genannt wurde. Die Spanier fingen daſelbſt Rochen, Sartellen, Alſen und Falken; auch gab es Geſtraͤuche wie wilde Weinſtoͤcke. Auf der Weſtkuͤſte der Bay ſahen ſie einige gut ge⸗ bhaute Haͤuſer mit viereckigen Vorplaͤtzen, welche ge⸗ gen die See hin durch Rohrthuͤrme vertheidigt wur⸗ den; an deren Ende war ein hoher Gang oder Erker (Altan) fuͤr 1042 Perſonen. Die Einwohner ſind bei der Ankunft der Flotte fluͤchtig geword n.

Bereits war er der Inſel Hiſpaniola mehr genaͤhert, als er glaubte. Am 22. Nov. war er 16 Meilen von Puerto Rieco, in der Bay von Sa⸗ mana, ankerte, und ſendete einen aus Spanien zu⸗ ruͤck gebrachten Indier an das Land, welcher die Ein⸗

wohner von der Macht und Herrlichkeit des Koͤnigs

von Spanien benachrichtigen ſollte; alfein er ſchien

bald nach ſeiner Ankunft daſelbſt geſtorben zu ſein:

denn alles ſpaͤtere Forſchen nach ihm war vergebens. Der Admiral ſetzte ſeinen Lauf nach der Kolonie Nia⸗ tividad fort, und vertauſchte am Vorgebirge An⸗ gelo einige Waaren an die Indier gegen Lebeusmit⸗ tel. Am 25. Nov. ankerte er vor Monte Chriſto, und ſchickte ſeine Schaluppe in die Muͤndung des Fluſſes. Bei dem Ausſteigen nahmen ſeine Leute