Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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Fuß trug, ausgeſtopfte Kaymane und Lamantine, wel⸗ che fuͤr die wahren Sirenen der Alten gehalten wur⸗ den, verſchiedene unbekannte Gattungen von Voͤgeln und vierfuͤßigen Thieren, nebſt vielen andern ſehr ſel⸗ tenen Gegenſtaͤnden. Die gemeinen Leute wurden bei dem Anblicke dieſer gleichſam in die neue Landſchaft ſelbſt verſetzt, und hofften ſchon auf die Reichthuͤmer, welche ſich bald uͤber ganz Spanien ergießen wuͤrden. Deßwegen nahm das Jauchzen in jedem Augenblicke zu, und vielleicht iſt nie einem Helden ein gleich ruhmvoller Tag unter den groͤßten Schmeicheleien be⸗

gegnet, beſonders wenn der Admiral dieſes Gepraͤnge

mit ſeiner traurigen Lage vor wenigen Monaten ver⸗ glich. In dieſer Pracht wurde er durch die meiſten Straben der Stadt zu den Majeſtaͤten gefuͤhrt, welche außer ihrem Palaſte im koͤnigl. Schmucke unter einem koſtbaren Thronhimmel, mit dem Kronprinzen und ganzen Hofſtaat zur Seite, ihn lange erwarteten. Er ſiel zu deren Fuͤßen, um zum Haudkuße zu gelangen; allein Ferdinand ließ ihn ſogleich aufheben, auf einen für ihn beſtimmten Stuhl ſetzen, und das Merkwuͤr⸗ digſte ſeine Reiſe laut erzaͤhlen, Sein Vortrag war ſo edel, daß alle Zuhoͤrer davon entzuͤckt wurden. Dann fiel der Koͤnig, die Koͤnigin und alle Anweſen⸗ den um Gott zu danken, auf die Knie, und ließ durch die Hofkapelle Lobgeſaͤnge ertoͤnen.

Von dieſem Tage an ließ ſich der Koͤnig in der Stadt nicht mehr ſehen, ohne den Kronprinzen zur